Phonetik-Manuskript

Das Manuskript Linguistische Phonetik, entstanden als Vorlesungsskript zu einer phonetischen Einführungsveranstaltung, ist seit einiger Zeit im Ressourcen-Menü verlinkt. Das Manuskript behandelt die Grundlagen der artikulatorischen, perzeptiven (eher kursorisch) und akustischen Phonetik und wendet sich an Linguisten und andere Geisteswissenschaftler, weniger an technisch-ingenieurswissenschaftliche Leser.

Die neueste Version enthält Korrekturen im Abschnitt Phonation zum (nach wie vor umstrittenen) Zusammenspiel zwischen M. Cricothyroideus und Schild- sowie Ringknorpel.

Neue Skripte

Auf der Seite mit Praat-Skripten sind einige neue Skripte hinzugekommen:

  • mehrere Sound-Objekte bzw. mehrere wav-Dateien auf einmal konvertieren (Anpassung von Abtastrate, Amplitude und Kanalanzahl)
  • mehrere Sound-Objekte mit optionaler Pause und in beliebiger Reihenfolge zusammenfügen
  • nicht-leere Intervalle extrahieren und als wav-Datei speichern (Ausnahmen können mit einem Suchmuster spezifiziert werden)
  • mehrere Sound-, TextGrid- und Table-Objekte auf einmal speichern
  • spektrales Profil eines Vokals erstellen

Praat-Skripte: Neue Syntax reloaded

Seit Praat Version 5.3.63 vom Januar 2014 wird die Scripting-Syntax erneut umgestellt. Die im April 2013 eingeführte Funktionsschreibweise (s. Beitrag vom 13.6.13) mit runden Klammern wurde wieder eingestampft (damit gibt es auch kein do () und do$ () mehr), sattdessen werden Befehle, die über Argumente verfügen, nun mit einem Doppelpunkt ausgezeichnet. Das gilt sowohl für GUI-Befehle als auch für eingebaute Befehle:

  • aus end = do ("Get end point", 1, 1) wird end = Get end point: 1, 1
  • aus writeInfoLine ("Hallo Welt") wird writeInfoLine: "Hallo Welt"

Bei eingebauten Funktionen bleibt es (bis auf weiteres?) bei der traditionellen Klammernschreibweise: selected (sound), round (x).

Am ebenfalls im April 2013 eingeführten Prinzip des “variable-substitution-free scripting” ändert dies zum Glück nichts. Und an der Abwärtskompatibilität hat sich ebenfalls nichts geändert: Alle Skripte funktionieren weiterhin – mit der alten Syntax, mit der kurzlebigen neuen Syntax und mit der nun hoffentlich lange gültigen nagelneuen Syntax.

Die neue Syntax wird in einer zukünftigen Handbuch-Version berücksichtigt. Verwirrung könnte entstehen, wenn Sie sich bei der Skript-Erstellung am aktuellen Handbuch orientieren (alte Syntax) und dabei – wie im Handbuch empfohlen – die History-Funktion benutzen, denn neueste Praat-Versionen erzeugen mit Paste history konsequenterweise Code mit der neuen Syntax. Das Problem ist aber wirklich nur, dass die erzeugten Befehle anders aussehen als im Handbuch beschreiben, funktionieren sollten solche Skripte mit gemischter Syntax anstandslos.