Neue Skripte

Auf der Seite mit Praat-Skripten sind einige neue Skripte hinzugekommen:

  • mehrere Sound-Objekte bzw. mehrere wav-Dateien auf einmal konvertieren (Anpassung von Abtastrate, Amplitude und Kanalanzahl)
  • mehrere Sound-Objekte mit optionaler Pause und in beliebiger Reihenfolge zusammenfügen
  • nicht-leere Intervalle extrahieren und als wav-Datei speichern (Ausnahmen können mit einem Suchmuster spezifiziert werden)
  • mehrere Sound-, TextGrid- und Table-Objekte auf einmal speichern
  • spektrales Profil eines Vokals erstellen

Praat-Skripte: Neue Syntax reloaded

Seit Praat Version 5.3.63 vom Januar 2014 wird die Scripting-Syntax erneut umgestellt. Die im April 2013 eingeführte Funktionsschreibweise (s. Beitrag vom 13.6.13) mit runden Klammern wurde wieder eingestampft (damit gibt es auch kein do () und do$ () mehr), sattdessen werden Befehle, die über Argumente verfügen, nun mit einem Doppelpunkt ausgezeichnet. Das gilt sowohl für GUI-Befehle als auch für eingebaute Befehle:

  • aus end = do ("Get end point", 1, 1) wird end = Get end point: 1, 1
  • aus writeInfoLine ("Hallo Welt") wird writeInfoLine: "Hallo Welt"

Bei eingebauten Funktionen bleibt es (bis auf weiteres?) bei der traditionellen Klammernschreibweise: selected (sound), round (x).

Am ebenfalls im April 2013 eingeführten Prinzip des “variable-substitution-free scripting” ändert dies zum Glück nichts. Und an der Abwärtskompatibilität hat sich ebenfalls nichts geändert: Alle Skripte funktionieren weiterhin – mit der alten Syntax, mit der kurzlebigen neuen Syntax und mit der nun hoffentlich lange gültigen nagelneuen Syntax.

Die neue Syntax wird in einer zukünftigen Handbuch-Version berücksichtigt. Verwirrung könnte entstehen, wenn Sie sich bei der Skript-Erstellung am aktuellen Handbuch orientieren (alte Syntax) und dabei – wie im Handbuch empfohlen – die History-Funktion benutzen, denn neueste Praat-Versionen erzeugen mit Paste history konsequenterweise Code mit der neuen Syntax. Das Problem ist aber wirklich nur, dass die erzeugten Befehle anders aussehen als im Handbuch beschreiben, funktionieren sollten solche Skripte mit gemischter Syntax anstandslos.

Praat-Handbuch: Neue Version (2013/08)

Neu in der Version 2013/08:

  • Kapitel 4.4: Grundfrequenzanalyse und Intonation (endlich…)
  • Ein ausführlicher Abschnitt zu den Neuerungen der Skript-Syntax ab Praat-Version 5.3.44 (siehe Artikel vom 13.6.2013). Die Einführung in die Erstellung von Praat-Skripten (Kapitel 5) basiert jedoch noch mindestens bis zur nächsten Handbuch-Version auf der ‘alten’ Syntax, da die meisten der im Internet erhältlichen Skripte die Neuerungen noch nicht berücksichtigen.
  • Kapitel 6 (Perzeptionsexperimente) wurde auf die ExperimentMFC-Version 6 umgestellt (siehe Artikel vom 11.6.2013)
  • Der Anhang (Hardware-Empfehlungen) wurde aktualisiert
  • Überarbeitung von Typographie und Layout
  • Außerdem wie immer kleinere Berichtigungen und Korrekturen

Die aktuelle Handbuch-Version zum Download sowie Materialien zum Handbuch finden Sie auf der Seite Das Praat-Handbuch.

Neue Skripte: MFCwizard, Pitch settings und Halbtöne

Der MFCwizard fragt sukzessive alle relevanten Parameter ab, die zur Implementierung eines Perzeptionsexperiments mit ExperimentMFC notwendig sind. Am Ende erzeugt das Skript eine syntaktisch korrekte Steuerungsdatei, die in einem Texteditor weiter angepasst und/oder direkt in Praat geladen und getestet werden kann.

Die anderen beiden Skripte implementieren eine von Hirst (2011) propagierte Methode zur Ermittlung geeigneter Analyseparameter für den von Praat genutzten Pitch-Algorithmus und die Umrechnung zwischen Frequenzintervallen und Halbtonschritten.

Die drei Skripte stehen auf der Seite mit Praat-Skripten zur freien Verfügung.

Praat-Skripte: Neue Syntax

Auch beim Thema Praat-Skripte hat sich in letzter Zeit einiges getan: Seit Praat Version 5.3.44 vom 7. April 2013 wird nach und nach unter dem Stichwort “variable-substitution-free scripting” eine neue Skript-Syntax eingeführt. Auch hier gilt aber: Alte Skripte funktionieren weiterhin. Die neue Syntax wird in einer zukünftigen Handbuch-Version berücksichtigt.

Verwirrung könnte entstehen, wenn Sie sich bei der Skript-Erstellung am aktuellen Handbuch orientieren (alte Syntax) und dabei – wie im Handbuch empfohlen – die History-Funktion benutzen, denn neuere Praat-Versionen erzeugen mit Paste history konsequenterweise Code mit der neuen Syntax. Das Problem ist aber wirklich nur, dass die erzeugten Befehle anders aussehen als im Handbuch beschreiben, funktionieren sollten solche Skripte mit gemischter Syntax anstandslos.